Die Stammesgeschichte

Als Gründer der Christlichen Pfadfinderschaft in Lampertheim galt Pfarrer Rudolph Richter, von seinen Pfadfinderkameraden auch Peppi genannt. Er wurde am 9. April 1907 geboren und verstarb am 10. August 1978 im Alter von 71 Jahren.

Pfarrer Richter war bereits seit 1929 in der CPD und so war es naheliegend, dass auch er in Lampertheim eine Gruppe der Christlichen Pfadfinder gründete.

1948 begann der Stamm sich zu organisieren, bis er es 1949 schaffte sich als Organisation zu etablieren und mit der Pfadfinderarbeit in mehreren Sippen beginnen zu können.

Im Jahre 1950 bekam die Lampertheimer Pfadfinderschaft einen Stall im Anwesen der Lukasgemeinde Lampertheim. Mit viel Mühe und Unterstützung wurde dieser Stall von den Pfadfindern renoviert und zum Stammesheim gemacht. Dieses Heim wurde schließlich am 8.April 1951 eingeweiht.

Später baute die Lukas-Gemeinde an dieser Stelle ein Gemeindehaus. Der Pfadfinderschaft wurde ein Gruppenraum, sowie ein Materialraum hinter der Bühne der Notkirche überlassen.

Durch den Umbau der Gemeinde fehlte der Pfadfinderschaft die Unterkunft. Doch in Lampertheim war das kein Problem, die Martin-Luther-Gemeinde nahm die Pfadfinderschaft sofort auf und brachte sie im Gemeindehaus, sowie im Keller des Glockenturmes unter. Noch heute ist die christliche Pfadfinderschaft in beiden Gemeinden willkommen und hätte eigene Räumlichkeiten zur Nutzung.

1953 erhielten wir einen Pachtvertrag von der Forstverwaltung Lampertheim, federführend durch Willy Raiß ein als "Hoffmanns Häuschen" bekanntes Jagdhaus. Die Pfadfinderschaft machte sich damals sofort an die Arbeit und richtete es her, an Christi Himmelfahrt 1954 wurde unser Waldheim dann schließlich eingeweiht. Zwischenzeitlich mussten wir jeden Besuch an der Hütte an die US Standortverwaltung melden um nicht zufällig Teil eines Truppenübungsplatzes der im Wald stationierten Amerikaner zu werden.

Leider brannte 1982 das Waldheim aus bislang ungeklärter Ursache bis auf die Grundmauern nieder. Die Pfadfinderschaft bat die Öffentlichkeit um Förderung und Unterstützung. So wurde 1983 begonnen, das Waldheim neu zu errichten. 1984 konnte das neue Waldheim mit zahlreicher Unterstützung unter dem Namen "Willy-Raiß-Hütte" eingeweiht werden. 

Seit dem Rückzug der Amerikaner darf das Gelände ohne Rücksprache betreten werden. 

Für eine gute und andauernde Jugendarbeit, getreu dem Motto "Jugend führt Jugend", gewann unser Stamm bereits mehrfach den Vereinsförderpreis der Stadt Lampertheim. 

Eine unserer Traditionen ist die jährliche Waldweihnachtsfeier am 23.12 um 19 Uhr an unserem Waldheim. Neben Schmalz- und div. Wurstbroten, kann man sich hier seit 1973 unsere Stammeszeitschrift "Leinen Los" erwerben. Der Name kommt von unserem gleichnamigen Stammeslied.

Auf dem Stammesthing 2000 wurde nach langen Diskussionen der Wiedereintritt in die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) beschlossen. Nach vielen Jahren im Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) gab es dort keine anderen CP-Gruppen aus damaligem Zusammenschluss mehr, zusätzlich teilten der Stamm und die VCP verschiedenste Auffassungen zu vielen Themen.

 2001 gaben wir unsere Räumlichkeit "die Sakristei der Notkirche"  ab und erhielten dafür als neues Materiallager eine Garage im Hof. 2009 gab es erneut Flammen im Stamm, das Materiallager begann aufgrund eines technischen Defekts zu brennen, doch dank der Lampertheimer Feuerwehr konnte viel Material gerettet werden.