Dieses Jahr fuhren die Kurfürsten zum Pfingstlager des Gau Burgund auf den Jugendzelt "Nothgottes" bei Rüdesheim. Angekommen, wurden nach dem Aufbau der Zelte, Kontakte geknüpft, Erinnerungen ausgetauscht und der Stammesabend in geselliger Runde verbracht.

Am frühen Samstagmorgen wurden wir mit Gitarre und Gesang geweckt. In der Nacht hatte es teilweise kräftiger geregnet. Inzwischen ließ sich jedoch die Sonne wieder zwischen den Baumwipfeln blicken und so schmierten wir beim Frühstück nach der Lagereröffnung fleißig Brote für den anschließenden Postenlauf. Der Lauf führte ein Stück entlang des Rheinsteigs. Unterwegs konnte das geschulte Auge Ruinenreste entdecken, später kamen wir noch an einen schönen Teich und an eine Kapelle. Die Strecke war bewusst nicht zu lang gewählt, denn wir sollten unsere Kräfte für das nächtliche Geländespiel sparen und somit kam es, dass wir bei den kniffligen Stationen teilweise anstanden. Zurück im Lager folgte nach einer kurzen Verschnaufpause der Singewettstreit, bei dem unser Stamm das Lied "Halleluja" zum Besten gaben. Die Stimmung war ausgesprochen heiter. Am Abend der Möglichkeiten haben sich dann doch noch einige vor dem Nachtgeländespiel verausgabt, hielten aber trotzdem bis zwei Uhr in der Nacht durch und jagten den rivalisierenden Gruppen so einige Knicklichter ab. Da über 500 der Knicklichter im Dauereinsatz waren, bot sich uns in dieser Nacht nicht nur ein visuelles Spektakel im sonst stockfinsteren Wald, sondern ein abwechslungsreiches dynamisches Geländespiel.

 

 

Sonntags durften wir gnädigerweise etwas länger ruhen bevor es nach einem leckeren Brunch zum Gottesdienst ging, bei dem viel gesungen wurde. Später am Tag bereiteten wir unser Menü für den Kochwettbewerb vor und traten damit gegen die ebenso gute Konkurrenz an. Nachdem alle kurfürstlich gespeist hatten, folgte der Bunte Abend mit unterhaltsamen Beiträgen, Gesang und Tschai bis spät in die Nacht.

Je später der Abend, um so schöner die Singerunde.

Wer es schaffte, kroch allerdings bereits um fünf Uhr in der Frühe wieder aus den Federn um zum zweiten Teil der Gauaufnahmen durch Feld und Flur zu wandern, die mit Sonnenaufgang bei Wind und leichten Regen eine ganz besondere Atmosphäre besaßen.

Pünktlich zum Abbautag hatte es nochmals geregnet und somit verließen wir den aufgeräumten Platz zwar bei zwischenzeitlich aufgeklarten Himmel, doch zurück in Lampertheim mussten erst noch die Zeltplanen zum Trocknen ausgebreitet werden, bevor jeder nach einem erlebnisreichen Pfingstlager nach Hause kam.