Am 23.12.2011 lud der Stamm Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz zur Waldweihnachtsfeier auf dem Gelände der Willy-Raiss-Hütte ein. Zahlreiche Gäste konnten begrüßt werden und in einer von Fackelschein erhellten Runde wurde die stimmungsvolle Weihnachtsfeier durchgeführt. Den vielen Helfern im Vorder- und Hintergrund sei hier nochmals explizit gedankt! Besonders die Unterstützung der älteren Stammesmitglieder ermöglichte, dass dieser wichtige Termin zu einem festen Bestandteil des Jahres geworden ist.

 

Wo geht es nach Bethlehem? 

Ein Fixpunkt im Jahreskalender des Pfadfinderstammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz in Lampertheim ist seine alljährliche Waldweihnachtsfeier am Vorabend des Heiligen Abend an der Willi-Raiss-Hütte in der Wildbahn. Zu der Feier, die am gleichen Ort seit über 50 Jahren stattfindet, waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Pfadfinder/innen mit ihren Angehörigen, Ehemalige des Stammes und Familien mit ihren Kindern erschienen. 
Im Schein der Fackeln versammelten sie sich auf einer Lichtung neben der Waldhütte und lauschten den einstimmenden  Posaunenklängen des evangelischen Posaunenchors der Johannes-Gemeinde Neuschloß. 

Alexandra Hönninger begrüßte als Stammesführerin die Waldweihnachtsgemeinde und stellte den Ablauf dar. Das Weihnachtsevangelium nach Lukas, vorgetragen in drei Teilen, war der Beginn. Anschließend stellten die Jüngsten des Stammes, die Mädchen und Jungen der Wölflingsmeute, in einem Anspiel die alles beherrschende Frage: „wo geht es nach Bethlehem“? Die kleine Maria musste feststellen, dass niemand ihr diese Frage beantworten konnte. Der Mann vom Reisebüro hatte keine Lust, die Frau, die noch die Weihnachtseinkäufe machte, hatte keine Zeit. 

Nach einem Weihnachtslied erläuterte Pfarrvikar Markus Eichler von der Lukas-Gemeinde in seiner Auslegung die gestellte Frage. Er griff die verschiedenen Szenen des Anspiels auf und kam zu dem Schluss: Bethlehem ist überall dort, wo wir Menschen bereit sind, die frohe Botschaft von Jesu Geburt in unser Herz zu lassen und dieser Verkündigung folgen. 
Das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor´ macht weit“ war die passende musikalische Ergänzung zu dieser Ansprache. 

Fabian Kessler, stellvertretender Stammesführer, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und wünschte allen Gästen einen Guten Rutsch in das Neue Jahr.  Im Anschluss an die Waldweihnachtsfeier lud er zu heißen Getränken und Hausmacherwurst- und Schmalzbrot ein. 

Pfarrvikar Markus Eichler sprach den Segen und mit dem traditionellen Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ klang die stimmungsvolle Feier aus. 

Hernach traf man sich in lockerer Runde und konnte auch die neueste Ausgabe der Stammeszeitschrift „Leinen Los“ erhalten, die jetzt im 38. Jahrgang aufgelegt wurde.